Manche kennen es, Einige nutzen es, doch Vielen ist es noch unbekannt. In unserer Region gibt es eine Vielzahl von gut ausgebauten Wanderwegen, die durch unsere wunderschöne Landschaft führen.
Einer dieser Wege ist der alte Rundweg R5, der teilweise mit der WesterwaldSteig-Erlebnisschleife „Basaltbogen“ überlappt.
Folgende Karte zeigt den alten Verlauf von Arnsau (ehem. Hotel Wiedfriede) über Roßbach zum Roßbacher Häubchen bis zum nördlichsten Punkt, der Neschermühle.

Die Strecke verlief bisher durch das Privatgrundstück der Familie Müller, Eigentümer der Neschermühle. An dieser Stelle führte eine Holzbrücke über den Masbach.

Die Verkehrssicherheit der Brücke nahm im Laufe der Jahre deutlich ab. Witterungseinflüsse führten dazu, dass der Belag an Tragfähigkeit verlor und bei Nässe rutschig wurde. Dies stellte ein besonderes Haftungsrisiko dar, zumal der Weg auch von Reitern genutzt wurde. Gerade sie galten als gefährdet, da sie auf vergleichsweise schweren Pferden unterwegs waren. Daher sahen sich die Bewohner der Neschermühle gezwungen, den Weg für die Öffentlichkeit zu sperren.
Außerdem hatte sich die tierliebe Familie Walliser Schwarznasenschafe angeschafft.

Der R5 führte durch deren Gehege direkt am Stall der Tiere vorbei, die durch den Publikumsverkehr erheblich gestört wurden.
Aus Gastfreundschaft gegenüber den Wanderern beschlossen Ute und Julia Müller mit einigen ihrer Freunde, dieser Problematik mit einer eigenen Lösung zu begegnen.

Ute und Julia Müller erklärten sich bereit, dazu den südlichsten Bereich ihres Privatgrundstückes für eine neue Streckenführung zur Verfügung zu stellen. Der Weg sollte unmittelbar oberhalb der Fischweiher von Sigi und Birgit Eulenbach verlaufen.
Das Scharenberger Ehepaar Rainer und Kerstin Maximini erklärten sich bereit, den Pfad herzustellen.

Die besondere Schwierigkeit bestand jedoch darin, dass auch hier der Masbach zu überqueren war und bislang dort keine Brücke existierte. So faßte man den Entschluß, eine pragmatische Lösung zu schaffen in Form eines einfachen Überganges.
Rainer und Kerstin Maximini befreiten dazu den betroffenen Uferbereich von Dornen und Gestrüpp.

Für die Realisierung des Übergangs stellten sich Rainer Müller, Bernd Kötting und Erich Kötting aus Roßbach zur Verfügung. Sie entschieden sich für eine Ausführung aus verzinktem Stahl, um eine langfristige Beständigkeit über Jahrzehnte hinweg zu gewährleisten.

So war der Übergang nach vielen Arbeitsstunden kurz vor Ostern fertiggestellt. Mit einem kleinen Helferfest wurde intern Einweihung gefeiert.

Rainer Maximini führte den anwesenden Gästen den neuen Steckenverlauf vor.

Ute Müller servierte leckere Snacks. Beim gemütlichen Beisammensein lobte Thomas Boden das ehrenamtliche Engagement aller Beteiligten und die exzellente Umsetzung des Projekts. „Hier wurde nicht lange gefackelt, sondern schnell, pragmatisch und nachhaltig gehandelt.“ betonte er.

Er hob die Bedeutung der Wanderwege für den sich allmählich wiederbelebenden Tourismus im Wiedtal hervor, ebenso wie deren Wert für die einheimischen Naturfreunde. Sein besonderer Dank galt Ute und Julia Müller, die in selbstloser Weise ihr Privateigentum zur Verfügung gestellt hatten, sowie Sigi und Birgit Eulenbach die wie die beiden Müllers tatkräftig mitwirkten. Rainer Müller, Bernd Kötting und Erich Kötting errichteten den Übergang und organisierten Gerät und Material für Montage und Installation. Eine besondere Anerkennung sprach er Rainer und Kerstin Maximini aus, die nicht nur bei diesem Projekt „den Weg bereiteten“, sondern sich kontinuierlich für den hervorragenden Zustand der Wanderwege rund um Roßbach einsetzen.

Aber nicht nur der Roßbacher Bürgermeister war angetan von der neuen Situation, sondern auch

Über diesen Link erhält man detaillierte Informationen zum Wanderweg R5 (R = Roßbach).

