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Manche kennen es, Einige nutzen es, doch Vielen ist es noch unbekannt. In unserer Region gibt es eine Vielzahl von gut ausgebauten Wanderwegen, die durch unsere wunderschöne Landschaft führen.

Einer dieser Wege ist der alte Rundweg R5, der teilweise mit der WesterwaldSteig-Erlebnisschleife „Basaltbogen“ überlappt.

Folgende Karte zeigt den alten Verlauf von Arnsau (ehem. Hotel Wiedfriede) über Roßbach zum Roßbacher Häubchen bis zum nördlichsten Punkt, der Neschermühle.

Der Wanderweg ist 13, 1 km lang. Es sind 364 Höhenmeter zu überwinden. Der höchste Punkt, liegt auf 316 m, der tiefste auf 116 m über Normalhöhennull (NHN).

Die Strecke verlief bisher durch das Privatgrundstück der Familie Müller, Eigentümer der Neschermühle. An dieser Stelle führte eine Holzbrücke über den Masbach.

Die Verkehrssicherheit der Brücke nahm im Laufe der Jahre deutlich ab. Witterungseinflüsse führten dazu, dass der Belag an Tragfähigkeit verlor und bei Nässe rutschig wurde. Dies stellte ein besonderes Haftungsrisiko dar, zumal der Weg auch von Reitern genutzt wurde. Gerade sie galten als gefährdet, da sie auf vergleichsweise schweren Pferden unterwegs waren. Daher sahen sich die Bewohner der Neschermühle gezwungen, den Weg für die Öffentlichkeit zu sperren.

Außerdem hatte sich die tierliebe Familie Walliser Schwarznasenschafe angeschafft.

Der R5 führte durch deren Gehege direkt am Stall der Tiere vorbei, die durch den Publikumsverkehr erheblich gestört wurden.


Aus Gastfreundschaft gegenüber den Wanderern beschlossen Ute und Julia Müller mit einigen ihrer Freunde, dieser Problematik mit einer eigenen Lösung zu begegnen.

Der nördlichste Teil des R5 sollte verlegt werden.

Ute und Julia Müller erklärten sich bereit, dazu den südlichsten Bereich ihres Privatgrundstückes für eine neue Streckenführung zur Verfügung zu stellen. Der Weg sollte unmittelbar oberhalb der Fischweiher von Sigi und Birgit Eulenbach verlaufen.

Das Scharenberger Ehepaar Rainer und Kerstin Maximini erklärten sich bereit, den Pfad herzustellen.

Um den Anstieg aus der Senke zum R5 einfacher begehbar zu machen, wurden Treppenstufen hergestellt.

Die besondere Schwierigkeit bestand jedoch darin, dass auch hier der Masbach zu überqueren war und bislang dort keine Brücke existierte. So faßte man den Entschluß, eine pragmatische Lösung zu schaffen in Form eines einfachen Überganges.

Rainer und Kerstin Maximini befreiten dazu den betroffenen Uferbereich von Dornen und Gestrüpp.

Oben links ist das südlichste Gebäude unterhalb der Neschermühle zu erkennen. Leider mußte auch ein Baum gefällt werden – jedoch nicht nur um Platz für den Übergang zu machen. Sein Wurzelwerk fing an, den Straßenbelag zu heben, sodass der Baum auch aus diesem Grund zu entfernen war. (Auf dem Bild rechts unten ist der Stumpf des gefällten Baumes zu erkennen.)

Für die Realisierung des Übergangs stellten sich Rainer Müller, Bernd Kötting und Erich Kötting aus Roßbach zur Verfügung. Sie entschieden sich für eine Ausführung aus verzinktem Stahl, um eine langfristige Beständigkeit über Jahrzehnte hinweg zu gewährleisten.

Der neue Übergang, stabil und witterungsbeständig. Das verwendete hochwertige Material wurde gestiftet von der Peter Hardt GmbH aus Siebenmorgen und der Schlosserei Dietmar Klöckner, Breitscheid.

So war der Übergang nach vielen Arbeitsstunden kurz vor Ostern fertiggestellt. Mit einem kleinen Helferfest wurde intern Einweihung gefeiert.

Ulrike Petermann, Birgit Eulenbach, Kerstin Maximini, Rainer Maximini, Ute Müller, Thomas Boden, Maxi Sprau, Julia Müller, Siegfried Eulenbach

Rainer Maximini führte den anwesenden Gästen den neuen Steckenverlauf vor.

Roßbachs Bürgermeister Thomas Boden war begeistert. Die Wegekennzeichnung ist vorbildlich, auch ohne Schilder.

Ute Müller servierte leckere Snacks. Beim gemütlichen Beisammensein lobte Thomas Boden das ehrenamtliche Engagement aller Beteiligten und die exzellente Umsetzung des Projekts. „Hier wurde nicht lange gefackelt, sondern schnell, pragmatisch und nachhaltig gehandelt.“ betonte er.

Kerstin Maximini, Rainer Maximini, Rainer Müller, Thomas Boden, Ute Müller, Maxi Sprau, Julia Müller

Er hob die Bedeutung der Wanderwege für den sich allmählich wiederbelebenden Tourismus im Wiedtal hervor, ebenso wie deren Wert für die einheimischen Naturfreunde. Sein besonderer Dank galt Ute und Julia Müller, die in selbstloser Weise ihr Privateigentum zur Verfügung gestellt hatten, sowie Sigi und Birgit Eulenbach die wie die beiden Müllers tatkräftig mitwirkten. Rainer Müller, Bernd Kötting und Erich Kötting errichteten den Übergang und organisierten Gerät und Material für Montage und Installation. Eine besondere Anerkennung sprach er Rainer und Kerstin Maximini aus, die nicht nur bei diesem Projekt „den Weg bereiteten“, sondern sich kontinuierlich für den hervorragenden Zustand der Wanderwege rund um Roßbach einsetzen.

Am nun neuen nördlichsten Punkt des R5 positionierten Kerstin und Rainer eine Sitzgelegenheit für die Wanderer.

Aber nicht nur der Roßbacher Bürgermeister war angetan von der neuen Situation, sondern auch

Über diesen Link erhält man detaillierte Informationen zum Wanderweg R5 (R = Roßbach).