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Prächtiger Prinz, perfektes Programm, phänomenale Party!

Die gemeinsame Prunksitzung der KG und der Möhnen aus Fernthal fand am Samstag, den 31. Januar 2026 statt.

Im Kartenvorverkauf während der Karnevalseröffnung war die Veranstaltung schon nach wenigen Minuten ausverkauft. Aber, wie in jedem Jahr, gab es zu Sitzungsbeginn noch vereinzelte freie Plätze durch kurzfristige Absagen.

Um 18.00 Uhr wurden die Pforten des Bürgerzentrums Dreischläg geöffnet. Allmählich trudelten die Gäste ein und das Foyer wurde zu einer Begegnungsstätte unter Familienmitgliedern, Freunden und „alten Bekannten“.

Bevor man jedoch die Festhalle betreten konnte, war ein Parcours mit (bis zu) 3 Stationen zu durchlaufen.

Station 1 war die Bon-Kasse, optional ging es dann zum Kartenverkauf, bevor die Eingangskontrolle zu passieren war.

Unter den Regenten von Neustadt, Etscheid, Limbach und Fernthal sind mittlerweile Freundschaften entstanden. Natürlich waren alle da.

Die Prinzenpaare Thomas I. & Angie I. aus Etscheid, Jannik I. & Sarah I. aus Neustadt und Christoph I. & Marion II. aus Limbach

Nach und nach füllte sich die Halle mit gut gelaunten Jecken und dadurch auch mit einem unüberhörbaren Stimmengewirr.

Dann ging´s los. Der mit Spannung erwartete Moment war gekommen. Der ganze Saal stimmte mit ein, als DJ Chris mit dem Lied „Einmol Prinz ze sin …“ den Einmarsch des Dreischläger Prinzen begleitete.

Begleitet von den Roten Husaren und dem Elferrat kämpfte sich Hasi I. „Blohmesträußje“ verteilend durch die jubelnde Menge. Währenddessen warteten die Sitzungspräsidenten Mario Müller und Sabine Dittrich geduldig auf der Bühne.

Nach der Begrüßung durch die beiden übernahm Prinz Hasi das Mikrofon.

Bei dieser Gelegenheit stellte er dem Publikum seine Eltern vor, bei denen er sich herzlich bedankte.

Bisher hatte Marcel sich zu jeder Veranstaltung seine Rede aufgeschrieben, sie dann doch jeweils „us der Lamäng“ gehalten. „Die Fernthaler Prunksitzung ist jedoch eine andere Nummer, deshalb lese ich die Rede lieber ab!“ merkte er leicht nervös an.

Dann war der Elferrat dran mit seinem Überraschungstanz, der nach der Uraufführung auf der Proklamation für viele Gäste nicht mehr ganz so unvermutet war.

Auch der Prinz und sein Adjutant Michael Grüber ließen es sich nicht nehmen und wirkten mit. Der anspruchsvolle Tanz mit vielen akrobatischen Einlagen wurde von den „Jungen Wilden von der KG“ perfekt ausgeführt. Julia Böcking hatte ihn choreografiert und die Jungs fit gemacht.

Ein noch niedrigeres Durchschnittsalter hatte die darauffolgende Gruppe: die „Rasselbande“

Die Jüngsten der KG fegten wie ein farbenfroher Wirbelwind über die Bühne. „Magie der Farben“ war ihr diesjähriges Motto. Erstaunlich auf welch hohem Niveau die Rasselbande tanzt. Die Gruppe wird trainiert von Katharina Böcking und Marlene Melzow.

Der mehrfache Deutsche- und Europa-Meister im Gardetanz – das Tanzcorps Rot-Weiß Vettelschoß – brachte das Publikum danach ins Staunen.

Die Gruppe lieferte eine beeindruckende Show ab und schnell wurde klar, warum sie diese Titel ihr Eigen nennen darf. Die Trainerinnen sind Sandra Enkelmann und Isabel Lobenstein.

Nicht nur die Farben (rot und weiß) blieben beim nächsten Auftritt gleich, eine weitere Gemeinsamkeit zu den „Profis aus Vettelschoß“ war die flotte, akrobatische und durchgestylte Aufführung der zweiten eigenen Tanzgruppe der KG Fernthal – die „Jugendgarde“.

Lilli und Jule Bonitz sind die kreativen Köpfe hinter der Nachwuchsgruppe der KG Fernthal und sind für deren Ausbildung verantwortlich.
Für eine Dreischläger Garde außergewöhnlich: Es tanzt ein Junge (Sebastian) mit und der wird – wie man sieht – von den Mädchen „auf Händen getragen!“

Nach so viel Bewegung auf der Bühne stand ein Gesangsvortrag auf dem Programm. Christian Storz erntete mit selbstgedichteten Texten zu bekannten Melodien viel Applaus vom Publikum.

Christian lieferte am Klavier und an der Gitarre eine Kostprobe seines einmaligen musikalischen Könnens.

Die prominente Formation „Kölsche Harlequins“ brachten den Karnevals-Flair aus der Domstadt mit in die Dreischläger Narhalla.

Die Harlequins überzeugten durch präzise und exakt synchronisierte Bewegungen zu altbekannten Kölschen Karnevalsliedern, die das Publikum zum Mitsingen animierten.

Die Dreischläger Möhnen hatten sich einen ganz besonderen Sketch einfallen lassen. Bei „Let´s Möhn“ ging es darum, den schönsten Tanz in einem Wettbewerb von einer dreiköpfigen Jury ermitteln zu lassen.

Unterschiedlichste Tanzrichtungen wurden mit Hingabe vorgeführt.

Die strenge Jury wurde auf eine harte Geduldsprobe gestellt, waren die Darbietungen doch „pannenbehaftet“.

Die schauspielerische Leistung der Möhnen war wahrhaftig bühnenreif!

Das „Dreischläger Jemäng“ ist aus dem Fernthaler Karneval nicht mehr wegzudenken. In diesem Jahr war das raue Piratenleben ihr Motto.

Die Tänzerinnen haben allesamt so viel Erahrung, aber auch Zusammenhalt, dass sie sich selber trainieren.

Anschließend stand der Pflichtteil jeder Vereinsveranstaltung auf dem Programm – die Ehrungen.
Für die beiden Dreischläger Karnevalsvereine war es eine besondere Ehre Ortsbürgermeister Thomas Junior, Verbandsbürgermeister Michael Christ und Landrat Achim Hallerbach auf der Sitzung begrüßen zu dürfen. Auch die Präsidentin des RKK (Rheinische Karnevals-Korporationen e.V.) Rebecca Bungarten war zugegen.
Eine besondere Ehre wurde Egon Buslei zu Teil, als er von ihr den Verdienstorden Stufe III GOLD für seine 22-jährige Vorstandsarbeit bei der KG Fernthal verliehen bekam.

Egon Buslei ist weit mehr als nur ein langjähriges Vorstandsmitglied. Über insgesamt 11 Jahre hinweg prägte er die KG Fernthal als 1. Vorsitzender maßgeblich. Seit jeher gilt er als unermüdlicher Aktivposten und ein zutiefst loyaler, selbstloser Vereinskamerad, auf den in jeder Lage Verlass ist.
Marc Hecking, Thomas Junior, Michael Christ, Egon Buslei, Rebecca Bungarten, Mario Müller, Achim Hallerbach

Etwas verspätet kam noch der Beigeordnete für Kultur und Soziales der OG Neustadt Daniel Klein auf die Sitzung.

Während allerorten über die Konjunkturflaute in der deutschen Wirtschaft geklagt wird, scheint Daniels Geschäftsmodell zu florieren. Seine leichte Verspätung resultierte wohl daraus, dass er noch ein paar Hinkelsteine ausliefern musste!

Im Programm ging es weiter mit einer festen Größe im Dreischläger Karneval – den „Knollingers“. Eigentlich müssten sie „Knallingers“ heißen, denn sie waren echt der „Knaller“ an diesem Abend.
Das Publikum wurde Zeuge ihrer Unterhaltung während der Fahrt zu einer Hochzeit. Einigen Gästen war es im Gesicht anzusehen:
Da blieb kein Auge trocken.

Wie im echten Leben gibt es eine gerechte Aufgabenteilung: Der Mann (Werner Stopperich) fährt hin und seine Frau (Sabine Stopperich) übernimmt auf dem Rückweg das Steuer.

Das Aushängeschild der KG – die „Roten Husaren“ führten im Anschluss daran ihren diesjährigen Gardetanz auf.

Erstaunlich, mit welcher Kraft und Geschicklichkeit die jungen Damen ihren akrobatischen Tanz ausführten, ohne dabei aus dem Takt zu kommen. Seit 2023 wird die Tanzgruppe von Lilli Bonitz trainiert.

Tänzerisch ging es weiter mit dem „Rahmser Männerballett“.

Nach einem Medley bekannter Lieder der „Neuen deutschen Welle“ vollführten die Männer die tollsten Schrittfolgen und Hebefiguren.
Seit 38 Jahren wird die Gruppe (in wechselnder Besetzung) von Claudia Prassel trainiert. Nach dieser Session übergibt sie das Zepter an Leoni Fasel, die den diesjährigen Tanz bereits mitgestaltete.

Mit dem Duo „Botz un Bötzje“ standen zwei „Auswärtige“ auf der Bühne. Die beiden Vollblut-Karnevalisten aus Mechernich wurden jedoch sehr schnell heimisch. Ihre sympathischen Foppereien trafen genau den richtigen Ton und sorgten für eine Bandbreite von dauerhaftem Schmunzeln bis hin zu schallendem Lachen.

Die beiden Karnevalisten machten den Gästen (berechtigt) ein riesen Kompliment: Selten hätten sie zu so später Stunde in einem voll besetzten Saal solch ein aufmerksames und diszipliniertes Publikum erlebt.

Danach gehörte die Bühne wieder den Rahmsern. Diesmal waren die Damen am Start mit einem ABBA-Medley.

Wie jedes Jahr – sehr einfallsreich mit tollen Kostümen – verzauberte die große Gruppe das Publikum mit einer kurzweiligen Darbietung,
Trainerin ist Claudia Prassel, die dieses Amt bei den Damen auch in Zukunft weiter fortführen wird.

Noch etwas weiter westlich als Rahms liegt Strauscheid und von dort kommen die „Heidchenländer“. Bekannt für „Action auf der Bühne“ wurden sie auch dieses Mal ihrem Ruf gerecht und brachten schnell die Stimmung im Saal auf den Höhepunkt.

Spektakuläre Hebefiguren und atemberaubende Luftakrobatik sind Markenzeichen dieser tollen Truppe.

Der letzte tänzerische Beitrag gebührte selbstverständlich den „Roten Husaren“, die zu dieser späten Zeit noch einmal das Publikum von ihren Sitzen holte.

Mit ihrem Showtanz „Aloha Hawaii“ faszinierten die Mädchen durch Akrobatik und Gelenkigkeit – eine Darbietung purer Ästhetik.

Wie im letzten Jahr erfolgte der Abschluss der Veranstaltung durch die „Ratsherren aus Unkel“.

Mit traditionellen Evergreens aus dem Kölner Karneval brachten sie den Saal zum Kochen.

Es gab kein Halten mehr:
Das Publikum hielt es nicht mehr auf den Sitzen. Es war schlichtweg phänomenal zu erleben, wie textsicher Jung und Alt in den Chor der alten Karnevalsklassiker einstimmten.

Eine Wahnsinns-Stimmung zum Abschluss dieser tollen Veranstaltung!

Eine Zusammenfassung dieses wunderbaren Abends postete Michael Christ einen Tag später auf Facebook:

„Dreischläger – nit nur Verein, dat es Heimat, dat es daheim!
Genau nach dem Motto fand gestern Abend eine phänomenale Sitzung der KG Fernthal zusammen mit dem Möhnenclub Fernthal im wunderbar geschmückten und hergerichteten Bürgerhaus statt. Mario Müller und Sabine Dittrich führten gekonnt, stimmungsvoll und schlagfertig durch einen wunderschönen Abend, bei dem die Künstler auf der Bühne fast alle aus der Region kamen und das Lokalkolorit ganz groß geschrieben wurde!
Herzlichen Glückwunsch an Egon Buslei, der für sein langjähriges Engagement geehrt wurde.
Vielen herzlichen Dank an alle, die an diesem schönen und gelungenen Abend Ihren Anteil im Ehrenamt geleistet haben!“

… besser kann man es nicht beschreiben!

(Die Fotos in diesem Beitrag stammen von Erwin Müller.)