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Auf der diesjährigen Einwohnerversammlung der Ortsgemeinde Neustadt im Rahmser Bürgerhaus referierte Verbandsbürgermeister Michael Christ über die wichtigsten Themen des Jahres 2025. Eines davon war die „Unterbringung von Flüchtlingen“ – ein Dauerbrenner, der die ganze Nation seit Jahren sehr stark beschäftigt.

Vor allem die Kommunen gerieten durch die Entwicklung der Flüchtlingszahlen unter erheblichen Handlungsdruck und hatten große organisatorische, finanzielle und gesellschaftliche Aufgaben zu bewältigen, sodass man ab dem Jahre 2015 bekanntlich von einer Flüchtlingskrise spricht.

Für den Landkreis Neuwied stellt sich der Zustrom seit 2010 wie folgt dar:

Durch den Ukraine-Krieg verschärfte sich die Situation im Jahre 2022 so dramatisch, dass die Belastungsgrenze des Landkreises deutlich überschritten wurde.

Nach dem so genannten „Königsteiner Schlüssel“ werden die Flüchtlinge auf die Ortsgemeinden verteilt, wodurch beispielsweise von der Verbandsgemeinde Asbach im Jahre 2022 384 Flüchtlinge aufzunehmen waren. Prognostiziert wurde zu dieser Zeit ein weiterer jährlicher Bedarf im 3-stelligen Bereich. Da alle Wohnraum-Kapazitäten erschöpft waren, wurden aus der Not heraus Containerstandortebeispielsweise in Strauscheid geplant. Auch eine Unterbringung von Flüchtlingen im Dreischläger Hof wurde anvisiert. Glücklicherweise reduzierte sich im Jahr 2023 die Zahl der aufzunehmenden Flüchtlinge – es waren jedoch immer noch 164 Personen.

2024 setzte sich der Abwärts-Trend fort und die Zahl wurde wiederum fast halbiert auf 83 Menschen, die in der VG Asbach unterzubringen waren.

In diesem Jahr entspannte sich die Situation noch deutlicher. Zurzeit kommen in den Landkreis Neuwied pro Woche 4-5 neue Flüchtlinge, die auf die Kommunen weiter verteilt werden, sodass der VG Asbach bis jetzt lediglich 5 Personen zugewiesen wurden.

Dieses Volumen kann durch die bis jetzt angemieteten Wohnungen und das ehemalige DORMERO Hotel in Rederscheid aufgefangen werden. In Strauscheid und Fernthal sind derzeit keine Maßnahmen mehr erforderlich!


Momentan kann man also in Bezug auf den Zustrom nicht mehr von einer FlüchtlingsKRISE reden. Dennoch bestehen nach wie vor große Herausforderungen:

  • Die finanzielle Belastung ist nach wie vor sehr hoch durch Kosten für Unterbringung, Sozialleistungen und Integrationsmaßnahmen der vorhandenen Flüchtlinge.
  • Die Verwaltung hat weiterhin Aufgaben, die durch qualifiziertes Personal bewältigt werden müssen.
  • Die Spaltung innerhalb der Gesellschaft ist tief, ihr muss entschieden entgegen gewirkt werden.

Das beste Mittel diese Aufgaben zu stemmen, ist eine möglichst schnelle Integration. Vielfach ist dies gelungen. Gerade in unseren Dorfgemeinschaften möchte man die lieb gewonnenen ausländischen Mitbürger, in den Firmen die geschätzten neuen Kollegen und in den Vereinen die Mannschaftskameraden nicht mehr missen.

Leider werden oft nur die nackten Zahlen der Statistiken betrachtet. Man sollte bei aller Freude über die Entspannung der Situation jedoch beachten, dass hinter den rückläufigen Flüchtlingszahlen Menschenschicksale stecken. Viele haben bei den abgewiesenen Asylbewerbern gewaltbereite Jugendliche mit mittelalterlichem Frauenbild im Auge. Gerade in der Vorweihnachtszeit sollte man aber auch daran denken, dass vielleicht ein fleißiger Zimmermann mit seiner schwangeren Frau bei uns Hilfe suchen könnte.