Die Vereinstouren der Dreischläger Möhnen stehen jedes Jahr unter einem besonderen Motto. Nach einer Zeitreise ins Amerika der 50er-Jahre im Elvis-Museum und einem Ausflug in die bunten 80er stand diesmal alles im Zeichen des Line Dance.
Line Dance ist ein Gruppentanz, der sich vor allem im 20. Jahrhundert in den USA entwickelte und heute eng mit Country- und Westernmusik verbunden ist. Er ist nicht zu verwechseln mit den recht steifen historischen Linien-Tanz-Arten des Mittelalters, der Renaissance und des Barocks oder auch des „Gassentanzes“ aus dem 17./18. Jahrhundert, den man aus Western-Filmen kennt.
„Dass wir Möhnen gerne feiern und tanzen, dürfte inzwischen kein großes Geheimnis mehr sein. Normalerweise bewegen wir uns dabei allerdings eher auf karnevalistischem Terrain. Für unseren diesjährigen Möhnenausflug haben wir deshalb einfach mal die Richtung gewechselt und sind im Wilden Westen gelandet.
Los ging es im Bürgerhaus Rahms mit einem Line-Dance-Workshop. Mit Rosie und Alfred Hallerbach hatten wir zwei echte Profis an unserer Seite, die nicht nur jede Menge Erfahrung, sondern vor allem richtig viel Spaß an ihrem Hobby mitbrachten.

Und dann hieß es: Aufstellen, zuhören, Füße sortieren und möglichst nicht die Nachbarin umrennen. Tatsächlich stellten wir uns gar nicht so schlecht an. Drei verschiedene Schrittkombinationen wurden einstudiert, zu unterschiedlichen Liedern ausprobiert und sogar an Paar-Choreografien wagten wir uns heran.

Ob dabei wirklich immer jeder Fuß dort landete, wo er sollte, lassen wir an dieser Stelle einfach offen. Spaß hatten wir jedenfalls jede Menge.

Wer lieber zuschaute, konnte es sich währenddessen bei Kaffee und Kuchen gemütlich machen und vermutlich hervorragend darüber urteilen, wie elegant das Ganze von außen aussah.

Nach dem Workshop ging es gemeinsam von Rahms nach Borscheid zur Dorfhütte, die passend zum Tag im Western-Stil herausgeputzt worden war.
Und weil uns das Wetter an diesem Tag mit reichlich Sonne und ziemlich sommerlichen Temperaturen versorgte, wartete dort genau die richtige Erfrischung auf uns: In zwei Slush-Maschinen drehten fruchtige Margaritas ihre Runden: Eiskalt, lecker und nach dem Tanzen mehr als willkommen.
Gut abgekühlt konnte dann auch die nächste Stärkung in Angriff genommen werden: Burger, Chicken Wings, Coleslaw und weitere passende amerikanische Drinks.

Und weil wir offenbar noch nicht genug getanzt hatten, wurde am Abend unter freiem Himmel direkt weitergemacht. Bei Country-Musik konnten wir ausprobieren, was vom Workshop hängen geblieben war und tanzten, lachten und feierten gemeinsam bis in die Dunkelheit.
Am Ende waren sich Tänzerinnen und Nichttänzerinnen ziemlich einig: Das war ein richtig schöner Tag. Einer von denen, bei denen es am Ende gar nicht so wichtig ist, ob jeder Schritt perfekt sitzt. Hauptsache, man verbringt gemeinsam Zeit, probiert etwas Neues aus und hat ordentlich was zu lachen.
Und wer weiß: Vielleicht sieht man die Dreischläger Möhnen demnächst nicht nur schunkeln, sondern auch mal ganz stilecht in einer Reihe über die Tanzfläche ziehen.
In diesem Sinne: Yeehaw und Alaaf!„


