4 Tage – 4 Flüsse
Die Ausdauersportgruppe Neustadt-Fernthal blickt auf eine eindrucksvolle „4-Flüsse-Fahrt“ zurück. Die anspruchsvolle Route führte die Athletinnen und Athleten von der heimischen Wied zu Rhein, Ahr und Mosel.
Donnerstag, 2. Juli 2026

Pünktlich um 10.15 Uhr traf sich die Gruppe in Neustadt zum Verladen des Gepäcks in das Begleitfahrzeug von Gerd Prassel und schon eine viertel Stunde später rollten die Räder los.

Lange blieben die Fahrer jedoch nicht im Sattel, denn schon kurz hinter Notscheid sorgte der erste Plattfuß am Fahrrad von Bernd Holl für eine ungeplante Pause.

Geplant war hingegen der Halt am Schloss Rennenberg, wo das Begleitfahrzeug auf die eintreffenden Radler wartete.

Anschließend ging es mit der Fähre nach Kripp.

Bei herrlichem Wetter konnten die Fahrer die abwechslungsreiche Landschaft genießen.

Gerd Prassel hatte zwischenzeitlich die Koffer nach Altenahr gefahren und radelte der Ausdauersportgruppe zum Steinerberghaus entgegen.

Bevor man das erste Etappenziel erreichte, war jedoch der nächste Plattfuß zu reparieren. Dieses Mal hatte es bei der rasanten Abfahrt den „Kehli“ erwischt.

Die erste Übernachtung erfolgte im Hotel Zur Post in Altenahr. Beim Abendessen im Restaurant Caspari berichtete die Inhaberin eindrucksvoll von ihren Erlebnissen während der Flutkatastrophe – bewegende Geschichten, die allen noch lange in Erinnerung bleiben werden.
Freitag, 3. Juli 2026

Am Morgen des 2. Reisetages stieß Andy Holl zur Gruppe.
Vorbei am Nürburgring sorgten einige ungeplante „Sightseeing-Einlagen“ dafür, dass von der geplanten Strecke leicht abgewichen wurde.

Im engen Stollen am Ulmener Maar musste die Gruppe zwangsläufig absteigen.
In Ulmen konnten beim Dönermann und in der Eisdiele neue Kräfte gesammelt werden.

Kaum hatten die Radfahrer nach der Pause wieder ihren Rhythmus gefunden, sorgte die nächste Panne für einen unfreiwilligen Stopp. Am Fahrrad von Andy Holl war die Kette gerissen.

In Cochem wurden die Radfahrer schließlich von einer holländischen Damen-Blaskapelle musikalisch begrüßt. Nach einem ersten Einkehrschwung zum Biertrinken in der Weinstube Hieronimi teilte sich die Gruppe:
Die „Vernünftigen“ fuhren zum Hotel Zehnthof, um sich für das Abendessen frisch zu machen, während die anderen noch gemütlich sitzen blieben.
Ein paar Gläser Bier später steuerten diese schließlich das Hotel an. Verwundert stellte man zwar fest, dass keines der Fahrräder ihrer Kameraden im Keller stand, parkte die eigenen Räder aber trotzdem dort. Erst als keiner der Zimmerschlüssel passte und die Türen ausschließlich mit Karten geöffnet werden konnten, dämmerte es allen: FALSCHES HOTEL!
Also hieß es wieder: Aufsitzen und zum richtigen Hotel fahren.

Nach dem Abendessen im Restaurant am Hafen ging es direkt zum Weinlagenfest an der Mosel. Dort ließ die Gruppe den Abend gemütlich ausklingen. Während einige den Heimweg ins Hotel antraten, zog der harte Kern noch weiter.
Samstag, 4. Juli 2026

Wie am Vortag begann der Tag um 8.00 Uhr mit einem ausgiebigen Frühstück im Hotel. Um 9.30 Uhr schwang sich die Reisegruppe auf ihre Drahtesel und nahm die nächste Etappe in Angriff. Nach einem kräftezehrenden ersten Streckenabschnitt gönnten sich die Radfahrer eine gemütliche Pause im Café Plüsch in Monreal.

Mit frischen Kräften setzte man anschließend die Fahrt zum Zielort Mayen fort.
Nach Bezug der reservierten Zimmer im Hotel Maifelderhof verbrachte die Gruppe im „Dajöh“ einige gesellige Stunden bis in den späten Abend. Für den harten Kern war damit aber wieder nicht Schluss: Er ließ den Tag anschließend in der Kneipe „Die Zwei“ ausklingen.

Sonntag, 5. Juli 2026

Am letzten Tag der Tour ging es ein Stück entlang der Nette in Richtung Heimat..
An der Brombeerschänke bei Leutesdorf nutzte man den herrlichen Blick ins Rheintal zu einem letzten Gruppenfoto.

Nach einer letzten Rast an der Malberghütte rollte die „4-Flüsse-Fahrt“ der heimischen Wied entgegen.

Leicht durchnässt bildete die Einkehr im Restaurant Mistos den krönenden Abschluss, wo man (leider nicht mehr vollzählig) die letzten Tage bei gutem Essen und kühlen Getränken Revue passieren ließ.
Statt der geplanten 230 Kilometer legten die Ausdauersportler infolge spontaner Umwege rund 260 Kilometer zurück und bewältigten dabei beeindruckende 3.700 Höhenmeter.
Damit endete eine abwechslungsreiche Tour mit herrlichen Landschaften, idyllischen Ortschaften, kleinen Pannen und vielen geselligen Momenten, die allen noch lange in bester Erinnerung bleiben wird.
… Einige freuten sich nach den teilweise unruhigen Nächten jedoch nur noch auf das heimische Bett.

Ein riesen Kompliment gebührt Philipp Prassel, der die tolle Tour organisiert, die Strecken ausgesucht, die Hotels gebucht und die Gruppe geführt hat.
Ein besonderer Dank gilt Georg Hennig, Marcel Pott und Marcel Salz, die die Strecke im Vorfeld bei einer Vortour getestet und ihr anschließend den letzten Schliff verliehen hatten. Ebenso bedanken sich die Teilnehmer bei den Gepäckfahrern Gerd Prassel, Angelika Weinberg-Kehlenbach und Marcel Pott, sowie bei Angela Koch, die mit ihrem leckeren Frühstück für einen gelungenen Reisestart sorgte.

