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Der Spielmannszug Rot-Weiß Fernthal blickt in diesem Jahr auf sein 100jähriges Bestehen zurück und feierte diesen runden Geburtstag am 20. und 21. September 2025.

Samstag, den 20. September 2025

Bevor es zur eigentlichen Jubiläumsveranstaltung kam, ludt der Verein am Samstag, den 20. September 2025 ab 19.00 Uhr zur Warm-Up-Party in´s Bürgerzentrum Dreischläg ein.

Viele Gäste aus den umliegenden Dörfern und von den befreundeten Vereinen kamen zur Willkommensparty.

Wie sich die Zeiten ändern: Beim 70-jährigen Jubiläum lockte der Spielmannszug seine Gäste noch mit einem unschlagbaren Preis von 10 Groschen für ein Bier, jedoch nur eine Stunde lang. 30 Jahre später wurde das Glas Tegernseer einen ganzen Abend lang für 100 Cent ausgeschenkt! (Viele junge Leute wissen gar nicht, was ein Groschen ist (bis er dann mal gefallen ist!)

Es ging zunächst gemütlich zu im Foyer und (solange das Wetter mitspielte) auch auf dem Vorplatz des Bürgerzentrums. Den Mitglieder des Spielmannszuges war die Vorfreude, aber auch die Anspannung und Aufregung auf den kommenden Tag anzumerken.

Die Gastgeber nahmen Aufstellung zum Gruppenfoto für den Redakteur der Rhein-Zeitung. Sie freuten sich über den großen Zuspruch und prosteten den anwesenden Spielmannszugsfreunden zu.

Doch schon nach kurzer Zeit steigerte sich der Stimmungspegel – nicht zuletzt durch die passende Musik von Felix Rüth und so wurde bis in die frühen Morgenstunden gefeiert.

Nicht nur aufgrund der konkurrenzlosen Preise hatte man schon an diesem Abend gemerkt, dem Verein ging es nicht darum, Reibach zu machen, sondern seinen Gästen zwei schöne Festtage zu schenken.

Sonntag, 21. September 2025

Die GROSSE jUBILÄUMSFEIER startete am darauf folgenden Tag um 11.00 Uhr mit einem Gottesdienst im Bürgerzentrum Dreischläg. Die Messe wurde gehalten von Pater Saji Thomas und musikalisch begleitet vom Musikverein Notscheid zusammen mit dem Spielmannszug Fernthal unter der Leitung von Wilfried Schützeichel.

Pater Saji fand in seiner kurzweiligen Predikt die richtigen Worte und hob den Stellenwert des gemeinsamen Musizierens in der Gesellschaft hervor und betonte die große Bedeutung des Spielmannszuges Rot-Weiß Fernthal für unsere Region.

Viele Gläubige fanden den Weg in´s Bürgerzentrum. Auch für diesen Zweck hatte der Spielmannszug optimale Rahmenbedingungen geschaffen. Der Altar war auf Wunsch von Pater Saji so positioniert, dass er sowohl die Gottesdienstbesucher als auch die Musiker auf der Bühne direkt ansprechen konnte. Auf eine Leinwand waren die Liedertexte zum Mitsingen projiziert.

Christoph Petri war als Gottesdiensthelfer für Lesung und Kommunion zur Stelle und die gute Seele der Fernthaler Kirche Küsterin Mechthild Reuschenbach sorgte vor und hinter den Kulissen für einen reibungslosen Ablauf.

Nach der Messe gab es viele überschwengliche Lobesworte für diese außergewöhnliche und wunderschöne Messe von Pater Saji und den Instrumentalisten von Notscheid und Fernthal.


Währenddessen wurde am anderen Ende des Saales der kulinarische Höhepunkt von Egon
Buslei und seinem Team
zubereitet. Zum Mittagessen gab es nicht den sonst üblichen Imbiss, sondern deftige Hausmannskost. Auf der bewußt kurz gehaltenen Speisekarte standen Schnitzel (Jäger-, Paprika- oder Natur-) mit Kartoffelgratin und Gemüse zu absoluten Sonderpreisen.

Den großen Andrang bewältigte das Küchenpersonal mit Bravour, sodass es keine langen Wartezeiten gab.

Der ein oder andere ertappte sich selbst dabei, dass im Takt der Musik das Schnitzel geschnitten und gekaut wurde. Kräftig mitgesungen wurde auch, aus Rücksicht auf den Tischnachbarn und -gegenüber jedoch nur mit leerem Mund.

Entsprechend kräftig und herzlich war der Applaus zum Ende des Konzerts des Projektorchesters der beiden Vereine aus Notscheid und Fernthal.

Das ungewöhnliche und einzigartige Ensemble aus Blechblasinstrumenten, Flöten und Schlaginstrumenten begeisterte das Publikum.

Die Begrüßung hatte der 1. Vorsitzende Charly Müller übernommen, dann übergab er das Mikrophon an seinen Sohn Mario, der anschließend gewohnt locker und professionell durch das Progamm führte. Schirmherr der Veranstaltung war Ortsbürgermeister Thomas Junior.

Thomas Junior hielt einen kurzen historischen Rückblick und betonte den besonderen Stellenwert des Spielmannszuges im kulturellen Leben der Ortsgemeinde.

Dann konnte Mario Müller das mit Spannung erwartete, besondere Highlight ansagen:
Der erste öffentliche Auftritt des JUBILÄUMS-SPIELMANNSZUGS.

Ehemalige Mitglieder des Fernthaler Spielmannszuges hatte man eigens für diese Veranstaltung reaktiviert. Wochenlang hatten sie zusammen mit den heutigen Aktiven unter der Leitung von Isabel Stolpmann für diesen besonderen Tag geprobt.

Während der Jubiläums-Spielmannszug seinem Publikum die ersten Stücke präsentierte, wurde Kaffee und Kuchen serviert.


Anschließend gehörte die Bühne dem Fernthaler Kirchenchor unter der Leitung von Beatrix Hoppen und Organist Alois Hoppen.

Zu seinen Darbietungen gehören an diesem Tage internationale Evergreens und deutsche Schlager, die vom Chor in 4-stimmiger Version vorgetragen wurden.

Die Besucher staunten über das vielseitige weltliche Repertoire des Kirchenchores und die anspruchsvolle Interpretation der Musikstücke.


Im Anschluss daran ging es instrumental weiter im Programm mit dem Mandolinenclub Jugendlust Dreisbach.

Genau wie der Fernthaler Spielmannszug kann der Mandolinenclub auf eine 100-jährige Tradition zurückblicken. Eine weitere Gemeinsamkeit ist, dass die Dirigentin der Dreisbacher auch Isabel Stolpmann ist.

Die meisten Gäste kannten zwar den Klang einzelner Mandolinen, waren jedoch verblüfft, welches Klangvolumen das Zusammenspiel verschiedener Zupfinstrumente hervorzubringen vermag. Auch das umfangreiche Repertoire bekannter Stücke unterschiedlichster Musikrichtungen begeisterte das Publikum. Die Musiker aus dem Hachenburger Land hingegen waren sichtlich beindruckt von der tollen Stimmung „op der Dreischläger Hüh“.


Anschließend konnte man sich am zweiten Block des Jubiläums-Spielmannszuges erfreuen.

Natürlich gehört zu solch einem Jubiläum ein offizieller Teil mit Ehrungen und Gratulationen. Diese wurden zur Auflockerung in das Programm des Spielmannszugs eingebettet.

Charly Müller rief den Präsidenten des Landesmusikverbandes RLP Achim Hallerbach und den 1. Vorsitzenden des Kreismusikverbandes Neuwied Markus Harf auf die Bühne

Geehrt wurde ein „Herren-Trio, das seit gefühlten Ewigkeiten für den passenden Ton sorgt.“ (Achim Hallerbach):

Achim Hallerbach, Wolfgang Wende, Charly Müller, Guido Junior, Markus Harf

Geehrt wurden:

  • 40 Jahre: Wolfgang Wende, Musiker seit 1971, fast 30 Jahre in Königswinter, danach viele Jahre in Asbach und seit 2022 in Fernthal
  • 50 Jahre: Guido Junior, seit 1975 an Trommel, Trompete und Schlagwerk und seit fast 40 Jahren Geschäftsführer des Vereins
  • 60 Jahre: Charly Müller, zugleich seit 40 Jahren 1. Vorsitzender des Vereins und viele Jahre im Vorstand des Kreismusikverbandes

Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Asbach Michael Christ spannte in seiner humorvollen und kurzweiligen Rede den Bogen von der schwierigen Gründerzeit in den 1920er Jahren bis zur Gegenwart.

Michael Christ hatte ein feines Gespür für die Bedürfnisse des Publikums und kürzte seine vorbereitete Rede, ohne auf das Wesentliche zu verzichten.

Der Spielmannszug nutzte die Gelegenheit, um sich bei Charly Müller für sein „Lebenswerk“ zu bedanken und verlieh ihm die Ehrenmitgliedschaft des Vereins.

Werner Stopperich, Elke Rüth, Sabrina Müller, Doris Müller, Charly Müller, Guido Junior, Steffi Buhr, Felix Rüth

Auch seine Frau Doris Müller erhielt einen Blumenstrauß für die Unterstützung ihres Mannes bei seinen ehrenamtlichen Aktivitäten und ihren eigenen stetigen Einsatz für den Spielmannszug.

Über den Tag hinweg gab es diverse Gratulationen von Vereinsvertretern und der Politik.

Die Glückwünsche des Musikvereins Notscheid und des Vereinsrings Fernthal wurden in Bildern erfaßt, die anderen leider nicht.

Mittlerweile wartete schon (neben Spielmannszug und Kirchenchor) der dritte Fernthaler Musikverein auf der Bühne – die AH-Singers unter der Leitung von Hans-Josef Weißenfels.

Der 1. Vorsitzende der AH-Singers Stefan Reuter moderierte den Auftritt heizte das Publikum richtig ein.

Mit bekannten Liedern luden die Männer zum Mitsingen ein und das gelang ihnen auch hervorragend.


Der Abschluss gehörte dann wieder den Gastgebern. In ihrem dritten Block spielte der Jubiläums-Spielmannszug zum großen Finale auf.

Julia Böcking, Alexandra Rauer, Mario Müller, Brigitte Trapp, Claudia Junior, Felix Rüth, Larissa Schatz, Wolfgang Wende, Steffi Buhr, Lilli Bonitz, Alexandra Mayer, Manfred Wagner, Charly Müller, Ingrid Wagner, Monika Berger, Guido Junior, Vero Schatz, Roland Dinspel, Manuela Zimmer, Sabrina Müller, Werner Stopperich, Elke Rüth, Isabel Stolpmann, Conny Holzapfel
Krankheitsbedingt fehlte Jule Bonitz

Zuvor bedankte sich Charly Müller bei allen Mitwirkenden und den vielen Helfern, bei Fotografin Julia Junior und besonders beim Mann an der Technik Philipp Müller.

Vetterntreffen: Mario und Philipp Müller

Dann sagte die letzten beiden Stücke an: die „Biene Maja“ auf Deutsch und in bestem Oxford-English „Highland Cathedral“.
Das Publikum sang kräftig mit und forderte noch eine Zugabe. Isabel Stolpmann musste jedoch gestehen, dass alle einstudierten Lieder präsentiert worden waren und so erklang noch einmal „Wo der Wildbach rauscht…“
Das Publikum bedankte sich dafür mit „Standing Ovations“!


Der Spielmannszug Fernthal gehört zweifellos zu den großen Traditionsvereinen unserer Region und des Musikverbandes. Seit seinem Bestehen liegen Vereinszweck und -ziel darin, seinen Mitgliedern die Freude an der Musik zu erhalten, durch gemeinsame Erlebnisse den Zusammenhalt untereinander zu stärken und das soziale Engagement zu fördern. Bei den Auftritten und Darbietungen des Spielmannszuges steht immer im Fokus, dem Publikum Freude zu bereiten.

Das spiegelte sich auch bei dieser Jubiläumsveranstaltung wider. Den Organisatoren gelang es, den Gästen durch ein abwechslungsreiches Programm und ein kulinarisches Angebot zu erschwinglichen Preisen ein paar schöne Stunden in angenehmer Atmosphäre zu bescheren.

Viele Gäste verweilten vom Beginn an bis zum „lustigen“ Ende – ein 9-Stunden-Tag, der Spaß gemacht hat!

Aber natürlich erhofft sich der Verein auch, Werbung in eigener Sache gemacht zu haben und neue Mitglieder zu gewinnen!